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Blutige Rose (Goran) - Moderne Kurdische Lyrik

verfügbar ab Dezember 2012

 

 

 


 

Kurdische Literatur zwischen Klassik und Moderne - Abdullah Goran (1904-1962)

Man nennt ihn Vater der kurdischen Moderne, aber er schrieb auch romantische Oden im Stile Shelleys. Väter der Moderne sind keine Modernisten, und doch zeigen sich in den Gedichten Abdullah Gorans bereits alle Facetten der Bilddekonstruktion, wie sie die zeitgenössische Lyrik kurdischer Sprache zeigt.

Man vergötterte ihn als neuen kurdischen Nationaldichter, schmiß ihn aber ins Gefängnis und verteufelte die politischen Inhalte seiner Gedichte. „Ich bin schuldig, abgestempelt vom Volk als verlogen / mein Lebensweg führt mich ins Gefängnis - zu Ende geht meine lichthelle Welt.“ Da hatte auch die kurdische Literatur ihre Unschuld verloren und den poetischen Kampf mit politischer Unterdrückung aufgenommen. Indem Goran dies vorrangig mit Mitteln der Spracherneuerung und Spracherweiterung unternahm, wurde er in der kurdischen Literatur zum Tintenfisch in der Garage. - Kein Platz für politisch unbequeme, poetisch ungewohnte Worte und Bilder.

Und doch ist Abdullah Goran der Dichter des Volkes geworden: der Folgevers des oben zitierten Verses, aus „Im Gefängnis“ lautet: „Ich sagte: das Volk. - Nein, die Verräter des Volks, die Leiter der Institutionen. Die Feingekleideten sind es, die Schande, die die Fehler beim Hungrigen sucht.“

K2_ADDITIONAL_INFO

  • Autor: 'Ebduḻḻa Goran, Übersetzung: Feryad Fazil Omar
  • ISBN: 978-3-932574-19-1
  • Preis: 40,00 €
  • Sprachen: Kurdisch, Deutsch
  • alte ISBN: -
  • Auflage: 1. Aufl.
  • Titel-Übersetzung: -